Interview mit Gary Sinise...



Mr.Sinise, Sie sind ein bekannter Filmstar. Warum haben Sie sich entschieden, eine Fernsehserie zu drehen?

Gary Sinise: Die Qualität von "CSI:NY" ist einfach sehr gut, die beiden anderen CSI-Serien sind bereits ein großer Hit. Ich war und bin davon überzeugt, dass "CSI:NY" sehr gute Chancen hat, ebenso erfolgreich zu werden. Mir persönlich gibt es die Möglichkeit, etwas Neues zu entwickeln, und ich kann von zu Hause aus arbeiten und mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen.

Worin besteht für Sie der Unterschied zwischen Film und Fernsehserie?

Gary Sinise: Das ist ganz einfach: Jeder Film hat ein Ende und eine Fernsehserie ist ein Film ohne Ende. Die Produktion ist sehr unterschiedlich, da die Vorbereitungen für einen Film viel länger dauern. Fernsehserien stehen immer unter Zeitdruck und sie verlangen eine andere Art des Könnens.

Sie haben für diese Rolle einen Vertrag über sechs Jahre abgeschlossen. Haben Sie nicht Angst, sich zu sehr festzulegen und Filmangebote ablehnen zu müssen?

Gary Sinise: Nein, für mich war es ein Tauschhandel. Ich habe mit dieser Rolle Sicherheit gegen die Ungewissheit anderer Projekte eingetauscht. Es ist eine hochwertige Show, bei der ich gutes Geld verdiene und noch dazu in meiner Heimatstadt arbeiten kann. Ich muss nicht mehr nachdenken, welches Projekt ich als nächstes annehmen sollte.

Hat Ihre Familie bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt?

Gary Sinise: Ja, dies war ein wichtiger Faktor für mich. Ich habe früher nie daran gedacht, eine TV-Serie zu drehen. Zudem wollte ich nicht nur einen einzigen Charakter über lange Zeit spielen. Ich habe meine Freiheit, unterschiedliche Dinge zu tun, immer genossen, doch jetzt wollte ich einfach mehr Lebensqualität. Persönlich bin ich ja nicht wirklich ein großes Risiko eingegangen, da ich zu einer Show kam, die bereits mit zwei anderen schon erfolgreich war.

Welchen Unterschied sehen Sie in "CSI:NY" im Gegensatz zu den anderen CSI-Serien?

Gary Sinise: Die Stadt und deren Atmosphäre ist natürlich eine andere. Wir versuchen, "CSI:NY" individuell und besonders zu gestalten. Der Grundgedanke bleibt jedoch gleich. Jede CSI-Serie hat Besonderheiten und dies gibt dem Ganzen eine bestimmte Würze. In Zukunft wollen wir auch die unterschiedlichen Kulturen aus aller Welt mit einbinden und dies alleine macht einen großen Unterschied aus.

Haben Sie wie einige Ihrer Kollegen Angst, dass Sie für immer mit diesem Serien-Charakter behaftet sein werden?

Gary Sinise: Nein, das habe ich nicht. Ich habe vor "CSI:NY" sehr viele unterschiedliche Charaktere gespielt. Für manche werde ich immer Lt. Dan aus "Forrest Gump" sein, andere wiederum kennen mich nur vom Theater. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es anders ist, wenn jemand als Schauspiel-Neuling in einer Serie mitspielt. Da passiert es sicher leicht, dass man auf eine Rolle festgelegt wird.

Haben Sie echte Kriminalisten getroffen, bevor Sie mit dem Dreh von "CSI:NY" begonnen haben?

Gary Sinise: Ich habe vor ein paar Jahren für eine Rolle einige Tatorte besucht. Es war natürlich kein schönes Erlebnis, aber ich habe damals genug gesehen, um jetzt davon profitieren zu können.

Haben Sie durch diese Erlebnisse Ihre Einstellung gegenüber dem Tod geändert? Sind Sie sensibler geworden?

Gary Sinise: Ja, ich glaube schon. Krankenhäuser waren für mich immer schon schrecklich. Als meine Grosmutter im Sterben lag, hatte ich Angst, hinzugehen. Ich glaube, dass ich durch "CSI:NY" den Tod mit anderen Augen betrachte als früher. Ich habe viele verwundete Soldaten in Krankenhäusern besucht und dadurch sehr schlimme Dinge gesehen. Ich glaube, dies hat mir geholfen, nicht nur an mich zu denken, sondern an die, denen es schlecht geht.

Werden Sie neben der Serie auch noch Filme drehen?

Gary Sinise: Nicht in diesem Jahr. Ich möchte meine Zeit mit anderen Dingen verbringen. Ich habe ja auch noch eine Band, die Lt. Dan Band, in der ich Bass spiele.

Sie sind seit vielen Jahren glücklich verheiratet und haben zwei Kinder. Was machen Sie, wenn Sie Ihre Frau besonders verwöhnen wollen?

Gary Sinise: Wir warten nie auf eine besondere Gelegenheit, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Wir versuchen jeden Tag, füreinander etwas Nettes zu tun. Geburtstage sind für uns daher nie so wichtig, weil wir uns eher auf jeden einzelnen Tag konzentrieren. Wir sind seit 1976 verheiratet und jeder Tag nach so einer langen Zeit ist eine Herausforderung. Meine Familie und meine Kinder sind für mich die wichtigsten Dinge in meinem Leben.



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